Pressemeldungen

02.11.11

Energie ist Lebensqualität in Rheinhessen

3. EWR-Zukunftsforum in der Coface-Arena

Wie sieht die Energiewende in der Kulturlandschaft Rheinhessen aus? Und wie spannt man gleichzeitig den Bogen zur Lebensqualität? Die Gäste auf dem Podium des 3. EWR-Zukunftsforums präsentierten unterschiedliche Standpunkte zum Thema, wobei Einigkeit bestand: Es ist nicht das Ob, sondern das Wie – denn die Energiewende ist der gemeinsame Konsens.

„Das Tempo bestimmen die Akteure, die Politik setzt den Rahmen“, erklärte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke. Sie beschrieb die Aufgabe der Energiewende mit einer rasanten Fahrt, bei der es auf jeden Einzelnen ankomme. Bei den Rahmenbedingungen wünschte sich Stadtbürgermeister Dieter Kuhl aus Nieder-Olm eine noch stärkere Einbeziehung der Kommunen. Daher schlug er eine erweiterte Energieberatung vor, und vor allem Impulse für die Altbausanierung: „Die beste Energie ist diejenige, die überhaupt nicht verbraucht wird.“

Zum Auftakt der Runde stimmte Weinbaupräsident Ingo Steitz ein. Sein Anliegen für das positive Image der Region ist, nur ausgewählte Flächen für Fotovoltaik zu verbrauchen und genau zu prüfen, an welchen Standorten Windkraft Sinn macht. Denn: „Der notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien ist immens“, so Steitz. Doch alle gemeinsam könnten diese Mammutaufgabe stemmen.

EWR-Vorstand Günter Reichart sieht für Energieversorger „im Sinne der Glaubwürdigkeit viel zu tun.“ Daher werde EWR sowohl eine intelligente Infrastruktur schaffen, um die Energiewende zu ermöglichen, als auch mehr Service und Dienstleistung für den Kunden anbieten. Sein Credo: „In der Region, für die Region.“ Auch sein Vorstandskollege Helmut Antz wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Energiewende zahlreiche „Märkte und Möglichkeiten“ schaffe. Die verstärkte dezentrale, regenerative Erzeugung ermöglicht das Unternehmen seit einem Jahr mit einer eigenen Gesellschaft, der EWR Neue Energien GmbH.

Ministerin Lemke betonte, dass die politischen Ziele und auch die gesetzten Rahmenbedingungen „keine ‚Verspargelung‘ der Landschaft“ nach sich ziehen. Vielmehr würde durch gezielte Planung, den Bau von Anlagen an windstarken Standorten oder Repowering die Effizienz deutlich erhöht. Dass am Ende insgesamt eine sichere, umweltverträgliche und bezahlbare Energieversorgung der Kunden steht, ist auch das Anliegen von Bürgermeister Dieter Kuhl und EWR. Für den Infrastrukturdienstleister EWR Netz GmbH stellt dafür ein möglichst lückenloses Netzgebiet eine der Haupt-Voraussetzungen dar: „Unser Wunsch ist, 100 Prozent der Konzessionen für uns zu gewinnen“, betonte Reichart in seinem Schlusswort.

„Wir müssen wieder Pioniere sein“ zitierte Helmut Antz am Ende aus dem ersten Zukunftsforum. Im 100. Jubiläumsjahr hat sich der Energieversorger daher mit „Energie auf neuen Wegen“ einen neuen Slogan gegeben – und verdeutlichte dies am vergangenen Montag in der Coface-Arena: An verschiedenen Info-Ständen waren die Mitarbeiter zu Thermografie, Elektro-Mobilität, DSL-Anbindung oder LED-Beleuchtung im Gespräch. Über 300 Teilnehmer, überwiegend Bürgermeister und andere Vertreter der Kommunen, nutzten die Gelegenheit zum Austausch.

02.11.11

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